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Es gibt eine große Anzahl psychotherapeutischer Methoden und Verfahren, die alle für sich in Anspruch nehmen, Menschen in seelischen Schwierigkeiten Hilfe anbieten zu können und psychotherapeutisch wirksam zu sein.

Zu den psychotherapeutischen Verfahren, deren Wirksamkeit wissenschaftlich anerkannt wurde, zählt beispielsweise die Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers, die bereits 1999 und 2002 vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie ausdrücklich anerkannt und 2002 darüber hinaus als Verfahren für die vertiefte psychotherapeutische Ausbildung empfohlen wurde. Trotz dieser Anerkennung werden ihre Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen nicht als eigenständiges Richtlinienverfahren übernommen. Wissenschaftliche Anerkennung und die Zulassung als Kassenleistung sind also keineswegs gleichzusetzen.
Nach der Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses werden von den gesetzlichen Krankenkassen die Analytische Psychotherapie, die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die Systemische Therapie und die Verhaltenstherapie finanziert.

Problematisch in diesem Zusammenhang ist, dass eine Vielzahl der Schulen und Methoden der psychotherapeutischen Verfahren wissenschaftlich nicht anerkannt ist und dass für ihre behauptete Wirksamkeit u. a. ausreichend belastbare wissenschaftliche Nachweise fehlen.
Eine differenzierte Betrachtung verdient beispielsweise die Körperpsychotherapie, für deren unterschiedliche Ansätze inzwischen durchaus wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweise vorliegen (standardisierte Effektstärken: Körperpsychotherapie nach Rosendahl et al., 2021: 0,56; verhaltenstherapeutische Verhaltensaktivierung nach Cuijpers et al., 2026: 0,67; humanistisch-erlebnisorientierte Psychotherapien einschließlich der Gesprächspsychotherapie nach Rogers nach Elliott et al., 2021: 0,88). Für die Körperpsychotherapie bedeutet dies, dass die vorliegenden wissenschaftlichen Nachweise bislang zu uneinheitlich und insgesamt nicht ausreichend belastbar sind, um sie als eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren wissenschaftlich hinreichend abzusichern.

Seit Jahrzehnten gibt es insbesondere in der internationalen Psychotherapieforschung Bestrebungen, die traditionellen Grenzen zwischen den einzelnen Therapieschulen zu überwinden. So beschäftigen sich unter anderem John C. Norcross und die 1983 gegründete Society for the Exploration of Psychotherapy Integration (SEPI) mit der wissenschaftlich begründeten Integration unterschiedlicher therapeutischer Ansätze. Auch in Deutschland gibt es entsprechende Entwicklungen, beispielsweise die Integrative Therapie nach Hilarion G. Petzold oder die Allgemeine Psychotherapie nach Klaus Grawe.
Eine besondere Weiterentwicklung dieser schulenübergreifenden Überlegungen stellt der 2007 von den britischen Psychotherapieforschern Mick Cooper und John McLeod vorgestellte pluralistische Ansatz dar. Er geht davon aus, dass es nicht die eine, für alle Menschen und Schwierigkeiten gleichermaßen geeignete therapeutische Methode gibt, sondern dass unterschiedliche Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und bei unterschiedlichen Schwierigkeiten von unterschiedlichen therapeutischen Vorgehensweisen profitieren können.

Die Praxis für Seelische Gesundheit Beschorner kann Ihnen ein breites Spektrum wissenschaftlich gut begründeter Therapieverfahren anbieten und folgt dabei diesen pluralistischen Überlegungen und dem Ansatz der Methodenintegration, um Ihnen diejenige Behandlung zukommen lassen zu können, die Ihren individuellen Schwierigkeiten, Bedürfnissen und Gegebenheiten am besten entspricht.

Verhaltenstherapie


Die Verhaltenstherapie ist eigentlich ein ganzes Spektrum von Methoden, deren gemeinsame Basis die Annahme ist, dass die aktuell bestehenden Schwierigkeiten erlernt wurden und dass man sie, den Lerntheorien folgend, auch wieder „verlernen“ kann. Der Begriff des „Erlernten“ bezieht sich dabei nicht nur auf angeeignetes, nicht so hilfreiches Denken, Fühlen und Handeln, sondern auch auf bislang nicht erlernte Fähigkeiten (z. B. Nein sagen können) oder den Umgang mit Gefühlen, deren Wahrnehmung und Ausdruck nicht ausreichend entwickelt wurden und die hilfreich sein könnten, um Symptome überflüssig werden zu lassen.

Einfacher, in Anlehnung an Thomas Fritzsche formuliert, könnte man Obiges so zusammenfassen: „Eine Verhaltenstherapeutin geht davon aus, dass ein Mensch, der Probleme erlebt, entweder etwas nicht gelernt hat, was er bräuchte, oder dass er etwas falsch gelernt hat, was ihm nun schadet.“ (in: Thomas Fritzsche – Die Frau, deren Arm sich hängen ließ)

Verhaltenstherapie erklärt Zusammenhänge und gibt Hilfestellung beim „Verlernen“ oder „Neulernen“, beim Weiterentwickeln von vielleicht noch nicht so gut ausgebildeten Fähigkeiten und Verhaltenstherapie gibt Hilfe zur Selbsthilfe, um Handlungsfähigkeiten zu erweitern und eine bessere Selbstregulation zu ermöglichen.

Schematherapie


Ein Schema nennt man in der Psychologie eine Art Hilfsmittel, mit dem Menschen ihren gewonnenen Eindrücken eine Bedeutung geben. Psychologisch betrachtet sind Schemata Hilfskonstruktionen des Gedächtnisses, die gespeicherte Informationen zu Eindrücken oder einer Gegebenheit in abstrakter und generalisierter Form enthalten. Gewöhnlich ermöglichen Schemata uns, uns in unterschiedlichsten Situationen mühelos und schnell zurechtzufinden und sinnvoll zu verhalten.

Allerdings können sich insbesondere in der Kindheit und Jugend auch Schemata entwickeln, die unter den damaligen Lebensbedingungen durchaus sinnvoll gewesen sein mögen, im späteren Leben jedoch zu erheblichen Schwierigkeiten führen können. Jeffrey Young bezeichnet diese tief verwurzelten Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster als frühe maladaptive Schemata. Sie entstehen insbesondere dann, wenn grundlegende emotionale Bedürfnisse nicht ausreichend erfüllt werden, und können sich im weiteren Leben als hartnäckige Stolpersteine erweisen.

Die Schematherapie stellt eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie dar. Sie erweitert diese durch Elemente anderer etablierter Psychotherapietheorien und -verfahren, wie z. B. der Objektbeziehungstheorie, der Transaktionsanalyse, der Gestalttherapie oder der Hypnotherapie. Ihr liegen verschiedene psychologische und psychotherapeutische Ansätze zugrunde (u. a. kognitive Therapie, Bindungstheorie, klientenzentrierte Psychotherapie, Abwehrmechanismen, Individualpsychologie).
Die Schematherapie geht davon aus, dass sich im Laufe der Entwicklung eines Menschen aus Erinnerungen, Gefühlen und Wahrnehmungen tief verwurzelte Muster bilden, die sein späteres Erleben und Verhalten beeinflussen. Problematisch werden diese Muster insbesondere dann, wenn sie die Befriedigung grundlegender emotionaler Bedürfnisse beeinträchtigen und im späteren Leben immer wieder zu Schwierigkeiten und Leid führen. Die Schematherapie hilft dabei, diese frühen maladaptiven Schemata zu erkennen, ihre Entstehung und ihre Auswirkungen auf das gegenwärtige Leben zu verstehen und sie durch neue emotionale Erfahrungen und hilfreichere Verhaltensweisen zu verändern. Dabei geht es nicht allein um eine Veränderung des Denkens und Handelns, sondern insbesondere auch um die Bearbeitung der damit verbundenen Gefühle und Erfahrungen.

Systemische Therapie


Das psychotherapeutische Verfahren der Systemischen Therapie hat einen interessanten Ansatz: Ursprünglich ausgehend von der Familientherapie, die die Zusammenhänge der Interaktionen zwischen den Mitgliedern einer problematischen Familie, deren sozialem Umfeld und der individuellen Kommunikation betrachtet und die die Familie als ein System mit ihren jeweiligen Untersystemen ansieht, ist die Systemische Therapie heute nicht mehr nur ein Verfahren für Familien. Vielmehr kann man jede Gruppe und jedes Individuum dieser Gruppe als zugehörig zu einem System bezeichnen. Sogar in einer einzelnen Person grenzt man Teilbereiche als jeweils ein eigenes System voneinander ab – z. B. die Gedanken- und Gefühlswelt von der körperlichen Welt mit ihren Stoffwechselvorgängen und nicht zuletzt von der sozialen Interaktion respektive Kommunikation. Dabei bedingen sich die jeweiligen Untersysteme nicht im Sinne eines einfachen Ursache-Wirkungs-Prinzips. Sie sind jedoch miteinander verbunden und können sich wechselseitig beeinflussen.

In der Systemischen Therapie wird diejenige Person, die durch das Zeigen bestimmter Symptome „anzeigt“, dass mit dem System etwas nicht stimmt, als Indexpatientin bezeichnet. Diese Person ist die Symptomträgerin des Systems oder der Gruppe. Ihre Symptome können stellvertretend für Schwierigkeiten anderer Mitglieder oder der gesamten Gruppe stehen. Die Funktion der Indexpatientin innerhalb eines Systems kann demnach darin bestehen, durch ihre spezifischen Symptome auf eine Störung des Systems hinzuweisen, wobei diese Symptome möglicherweise gar nicht entstanden wären, wenn die entsprechenden Schwierigkeiten innerhalb des Systems nicht bestünden.

Die systemisch ausgebildeten Therapeutinnen sehen dabei ihre Klientinnen nicht zwangsläufig als krank an – ganz egal, wie auch immer die Symptomatik aussehen mag. Vielmehr kann das System selbst als krank oder gestört betrachtet werden, während die einzelne Person durch ihre Symptome auf diese Störung hinweist. Die vorhandenen Symptome können dabei eine ganz spezielle Funktion innerhalb des Systems haben – vielleicht die, eine Familie zusammenzuhalten oder eine Partnerschaft zu stabilisieren. Möglicherweise ist es das schwarze Schaf der Familie oder die bizarre Tante, die mit allen Konventionen bricht und jede Regel missachtet.

Die Systemische Therapie geht davon aus, dass jedes System bestrebt ist, ein einmal entstandenes Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, ganz gleich, wie problematisch oder gestört dieses Gleichgewicht auch sein mag. Verändert sich nun ein einzelnes Mitglied des Systems, beispielsweise die Indexpatientin im Rahmen einer Psychotherapie, gerät dieses Gleichgewicht in Bewegung. Das gesamte System kann darauf mit Widerstand reagieren und versuchen, die ursprünglichen Verhältnisse wiederherzustellen. Genau hierin liegt eine besondere Schwierigkeit therapeutischer Veränderungen: Nicht selten erleben Menschen, die im Rahmen einer Therapie neue Verhaltensweisen und Möglichkeiten entwickelt haben, dass ihr vertrautes Umfeld diese Veränderungen keineswegs begrüßt, sondern von ihnen erwartet, wieder ihre bisherige Rolle einzunehmen.

Gelingt es dem System jedoch, sich ebenfalls zu verändern, können sich das soziale Gefüge, die Interaktionen und die Kommunikation zwischen seinen Mitgliedern neu gestalten. Es kann sich ein neues Gleichgewicht entwickeln, in dem die bisherigen Symptome ihre Funktion verlieren und nicht länger aufrechterhalten werden müssen. Gelingt es dem System dagegen nicht, solche Veränderungen zuzulassen, kann eine weitere Konsequenz darin bestehen, dass sich die betreffende Person aus diesem System löst. Auch dadurch können die Bedingungen entfallen, die bislang zur Aufrechterhaltung ihrer Symptome beigetragen haben.

Tiefenpsychologisch orientierte Therapie


Dieses wissenschaftlich fundierte Therapieverfahren beruht auf den theoretischen Grundlagen der Analytischen Psychotherapie und ihren Weiterentwicklungen. Die Tiefenpsychologisch orientierte Therapie basiert auf den tiefenpsychologischen Grundannahmen, wonach tiefe – in der „Tiefe“ verborgene Anteile des Unbewussten (Motive, Wünsche oder Konflikte) und/oder andauernde, aus der Kindheit, dem Jugendlichenalter resultierende – Vorgänge oder Gegebenheiten Auswirkung auf die aktuelle seelische Gesundheit haben. Die Tiefenpsychologisch orientierte Therapie klärt zugrunde liegende Ursachen, wodurch indirekt eine Besserung der Schwierigkeiten herbeigeführt wird.

Hypnotherapie nach Milton H. Erickson


Milton Hyland Erickson, ein amerikanischer Psychiater, Psychologe und Psychotherapeut (1901 – 1980), gilt als der Begründer der modernen Hypnotherapie. Er prägte dieses Therapieverfahren und entwickelte es stets weiter. Seine Art der Arbeit unterscheidet sich dabei in einigen Aspekten grundlegend von anderen Hypnotherapieformen und viele seiner Erkenntnisse flossen in andere etablierte Therapieverfahren ein (z. B. Systemische Therapie, NLP). Das NLP kopiert seine Technik und die Art seines Sprechens und entwickelte daraus sein Milton-Modell.

Eine dieser grundlegenden Unterschiede ist die Überzeugung Ericksons, dass das Unbewusste nicht nur im Freudschen Sinne Sitz alles Triebhaften, Verdrängten oder Abgewehrten ist, sondern dass es weit darüber hinaus eine Quelle der Kreativität und der Ressourcen darstellt. Er betonte stets das positive und hilfreiche des Unbewussten als eine schier unerschöpfliche Lagerstätte zur kreativen Selbstheilung, als eine Wurzel des universalen Wissens und Hort von kaum genutzten Erfahrungen.

Beeindruckend und inspirierend ist auch die innere Einstellung in seiner Arbeit und die Haltung seinen Klientinnen gegenüber. Entgegen der standardisierten Methoden und dem üblichen Vorgehen (allwissender Therapeut, stereotype Behandlung, abhängiger, untergeordneter Patient) entwickelte Erickson einen neuen Ansatz der Individualität und Behandlung auf Augenhöhe, in dem er stets die Einzigartigkeit eines jeden Menschen betonte und in dem er forderte, dass sich die Psychotherapie an die Bedürfnisse, Besonderheiten und Gegebenheiten eines jeden Individuums anzupassen habe. Für und zu jedem Klienten müsse ein individueller und eigener Zugang gefunden werden und dessen Therapie habe sich an diesem zu orientieren. Dies führte im Fachkreis zu erheblichem Widerstand und setzte den Versuch der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung in Gang, Erickson aus der Gemeinschaft auszuschließen – was aber letztlich nicht gelang.

Ein weiterer Schwerpunkt in seiner Arbeit und Einstellung war, in der Therapie alles zu nutzen, was durch die Klientinnen mit- und eingebracht wird. Vermeintliche Probleme oder Schwächen, vorhanden Symptome oder Zustände werden so eingesetzt, dass sie zum Teil der Lösung von Schwierigkeiten werden. Dies nannte Milton Erickson Utilisation.

Interessant ist die Tatsache, dass in Milton Erickson’scher Arbeit die Therapie in induzierten Trancezuständen immer weniger Platz einnahm. In seinen letzten Jahren setzte er Trance, nach Mitteilung eines seiner Schüler Gunther Schmidt, lediglich noch in ca. 15 Prozent der Fälle ein. Es gelang ihm, durch Sprache und hypnotische Sprachmuster, Geschichten und Metaphern natürliche Trancezustände anzuregen und diese therapeutisch zu nutzen.

Wissenswertes zu Psychotherapie und Therapeuten


Unter Psychotherapie versteht man eine professionelle Behandlung seelischer Schwierigkeiten mittels wissenschaftlich erforschter und gut begründeter Verfahren und Techniken, die nachgewiesen wirksam sind. Dieses sogenannte evidenzbasierte Vorgehen erfordert nicht nur Expertenwissen zum Fachgebiet, sondern darüber hinaus auch die Fähigkeit, sich klinische Forschungsdaten anzueignen, diese zu interpretieren und schließlich auch anzuwenden.

In der Psychotherapie finden sich eine Vielzahl von Schulen und Methoden. Zunehmend werden in der modernen Psychotherapie Schulen übergreifende, integrative Methoden empfohlen, um genau die Behandlung anwenden zu können, die der Klientin mit ihren vorliegenden Schwierigkeiten entsprechen. Dies macht jedoch gleichzeitig eine noch umfangreichere Aus- und Weiterbildung der Psychotherapeutinnen erforderlich.

Gesetzlich anerkannte und damit auch zur Kostenerstattung durch die Krankenkassen zugelassene Verfahren sind die Analytische, die Tiefenpsychologisch fundierte und die Systemische Psychotherapie sowie die Verhaltenstherapie.

Psychotherapie darf nur von Ärzten mit entsprechender Qualifikation oder Psychologischen Psychotherapeutinnen durchgeführt werden. Das Psychotherapeutengesetz regelt darüber hinaus, wer sich Psychotherapeutin nennen darf. Unter das Psychotherapeutengesetz fallen ausdrücklich nicht Heilpraktiker oder gar "kleine Heilpraktiker" - die Heilpraktiker für Psychotherapie (sektorale Heikundeerlaubnis nur für den Sektor Psychotherapie). In ihrem Rechtsgutachten zum Heilpraktikerrecht aus dem April 2021 schreibt das Bundesministerium für Gesundheit: "Eine Heilpraktikererlaubnis [...] erhält vielmehr jede Person, die in einer Überprüfung [...] vor der nach Landesrecht zuständigen Stelle nachweist, dass von ihr keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung oder für die sie aufsuchenden Patientinnen und Patienten ausgeht. Es wird nicht überprüft, ob und welche medizinischen Fachkenntnisse die angehende Heilpraktikerin oder der angehende Heilpraktiker nachweisen kann."

Psychotherapeutisch arbeitende Psychologische Psychotherapeutinnen absolvieren zunächst ein 5-jähriges Hochschulstudium der Psychologie (Teilgebiet Klinische Psychologie) an das sich eine mindestens 3-jährige Vollzeitausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin anschließt. Die Ausbildung endet mit der staatlichen Zulassung zur Ausübung des Berufs einer Psychotherapeutin – der Approbation.

Seit 2020 wird die Ausbildung zur Psychotherapeutin durch ein 5-jähriges Bachelor-Master-Studium an einer Hochschule absolviert. Der erfolgreiche Abschluss dieses Studiums (Approbation) mündet in die Berufsbezeichnung Psychotherapeutin – ohne weitere spezifische Befähigung. Eine so ausgebildete Psychotherapeutin dürfte jetzt schon psychotherapeutisch arbeiten, könnte sich jedoch noch nicht in eigener Kassenarztpraxis niederlassen.

Dafür benötigen die Psychotherapeutinnen eine Fachweiterbildung. Diese Qualifikationen erwirbt man sich – ähnlich einer fachärztlichen Ausbildung – durch eine weitere, 5jährige Weiterbildung in einem speziellen anerkannten Verfahren wie z.B. der Verhaltenstherapie oder der Systemische Therapie.

Zukünftige Fachpsychotherapeutinnen für Erwachsene (Verhaltenstherapie) werden Sie also erst nach deren mindestens 10-jähriger Ausbildung finden.