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Sexualität gehört für viele Menschen zu den besonders wichtigen, gleichzeitig aber auch verletzlichen Bereichen ihres Lebens. Sie kann Freude, Lust, Nähe, Lebendigkeit und tiefe Verbundenheit ermöglichen. Sie kann aber ebenso mit Ängsten, Scham, Enttäuschungen, Verletzungen und erheblichen Konflikten verbunden sein.

Kaum ein anderer Lebensbereich ist mit so vielen Vorstellungen, Erwartungen und Zuschreibungen verbunden wie die Sexualität. Gleichzeitig scheint es eine weitverbreitete Selbstverständlichkeit zu sein, dass Sexualität einfach „funktioniert“. Dabei haben viele Menschen kaum Gelegenheit gehabt, ihre eigene Sexualität wirklich kennenzulernen, eigene Bedürfnisse zu entdecken oder sich mit anderen über ihre Erfahrungen und Unsicherheiten auszutauschen. Vorstellungen davon, wie Sexualität zu sein hat, entstehen nicht selten durch gesellschaftliche Erwartungen, Medien oder vermeintliche Erfahrungen anderer Menschen, ohne dass diese Vorstellungen jemals mit den eigenen Bedürfnissen und Erfahrungen abgeglichen wurden.

Wenn Menschen unter Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität leiden, richtet sich der Blick häufig zunächst auf die Frage, ob etwas nicht mehr richtig „funktioniert“. Dabei stehen beispielsweise fehlende Lust, Erektionsprobleme, Schwierigkeiten beim Orgasmus oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr im Vordergrund.

Sexualität findet nicht unabhängig von dem Menschen statt, der sie erlebt, und auch nicht unabhängig von seinen Beziehungen. Sie ist eng mit persönlichen Erfahrungen, Erwartungen, Bedürfnissen und Gefühlen verbunden. Gerade im sexuellen Erleben können sich Schwierigkeiten zeigen, deren Ursachen ganz woanders liegen: in der eigenen Lebensgeschichte, in persönlichen Unsicherheiten, in unausgesprochenen Konflikten oder in der Beziehung zu einem anderen Menschen. Gelegentlich können allerdings auch körperliche Funktionsstörungen eine Rolle spielen, die sich gegebenenfalls medizinisch meist schnell und einfach abklären lassen.
Unser sexualtherapeutisches Interesse richtet sich deshalb weniger auf die Frage, welche sexuelle Funktion möglicherweise gestört ist, sondern vielmehr auf die Frage nach dem Warum: Warum sind diese Schwierigkeiten entstanden, welche persönlichen, biografischen oder partnerschaftlichen Zusammenhänge stehen dahinter und weshalb bestehen sie fort?

Sexuelle Schwierigkeiten können für verschiedene Menschen eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben. Während der eine beispielsweise das fehlende sexuelle Interesse seines Partners als persönliche Zurückweisung erlebt, verspürt der andere möglicherweise schlicht keine sexuelle Lust, ohne damit seinen Partner zurückweisen zu wollen. Und manchmal entsteht das eigentliche Problem erst dadurch, welche Bedeutung beide Menschen einer sexuellen Schwierigkeit geben und wie sie darauf reagieren.

Dabei interessiert uns besonders, weshalb Menschen bestimmte Aspekte ihrer Sexualität überhaupt als problematisch erleben und welche Vorstellungen und Erwartungen dazu beitragen, dass aus einer Schwierigkeit eine vermeintliche Störung wird. Wir möchten deshalb nichts vorschnell als normal, krankhaft oder unveränderlich ansehen. Auch die Vorstellung, dass sexuelles Verlangen im Laufe einer langjährigen Beziehung zwangsläufig nachlassen müsse, ist für uns keine hinreichende Erklärung. Entscheidend ist vielmehr, die individuellen Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen.

Sexualtherapie bedeutet für uns deshalb nicht in erster Linie, eine vermeintlich gestörte sexuelle Funktion wiederherzustellen. Vielmehr möchten wir Ihnen helfen, die Hintergründe und Zusammenhänge Ihrer sexuellen Schwierigkeiten zu verstehen und Ihnen aufzeigen, was sich verändern müsste, damit Sexualität und sexuelles Erleben als etwas Eigenes, Freiwilliges und Bereicherndes möglich werden.

Unsere sexualtherapeutische Arbeit findet in gemeinsamen Paargesprächen mit Kerstin und Michael Beschorner statt, ist aber auch im Einzelgespräch bei Michael Beschorner möglich. Auch wenn Sie allein zu mir kommen, können wir uns mit den sexuellen Schwierigkeiten innerhalb Ihrer Partnerschaft beschäftigen und gemeinsam erarbeiten, wie Sie mit unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen und Wünschen umgehen, sexuelle Nähe wieder ermöglichen und Ihre gemeinsame Sexualität befriedigender gestalten können.

Was ist eigentlich eine sexuelle Störung? Und wer entscheidet darüber, was in der Sexualität normal ist und was nicht?

Menschen unterscheiden sich erheblich in ihren sexuellen Bedürfnissen, Wünschen und Vorstellungen. Das gilt für die Art, wie sie Sexualität erleben und gestalten möchten, ebenso wie für die Häufigkeit, mit der sie sexuelle Nähe suchen, oder die Bedeutung, die Sexualität überhaupt in ihrem Leben hat. Was für den einen Menschen selbstverständlich und erfüllend ist, kann für einen anderen bedeutungslos, unangenehm oder sogar belastend sein.

Nicht jede Abweichung von gesellschaftlichen Vorstellungen oder vermeintlichen sexuellen Normen ist deshalb eine Störung. Auch unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse innerhalb einer Partnerschaft bedeuten nicht zwangsläufig, dass einer der beiden Menschen ein sexuelles Problem hat. Selbst bei ungewöhnlichen sexuellen Vorlieben stellt sich die Frage, ob tatsächlich die Vorliebe selbst problematisch ist oder ob der Leidensdruck nicht vielmehr aus ihrer gesellschaftlichen Bewertung, aus Scham, Ablehnung oder Konflikten innerhalb einer Partnerschaft entsteht. Selbstverständlich gibt es daneben auch sexuelle Störungen, denen körperliche Erkrankungen, hormonelle Veränderungen oder andere biologische Ursachen zugrunde liegen können. Allerdings lässt sich die Entstehung und Aufrechterhaltung sexueller Schwierigkeiten häufig nicht auf eine einzelne Ursache reduzieren. Gerade deshalb halten wir es für wesentlich, neben möglichen körperlichen Einflüssen insbesondere die persönlichen, emotionalen und partnerschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen.

Von einer sexuellen Störung sprechen wir insbesondere dann, wenn Schwierigkeiten im sexuellen Erleben oder Verhalten mit einem erheblichen persönlichen Leidensdruck verbunden sind. Dabei ist allerdings zu unterscheiden, ob der Leidensdruck unmittelbar mit dem eigenen sexuellen Erleben zusammenhängt oder vor allem daraus entsteht, dass die eigene Sexualität nicht den eigenen Erwartungen oder denen anderer Menschen entspricht.

Gerade innerhalb einer Partnerschaft können sexuelle Schwierigkeiten eine Bedeutung entwickeln, die weit über die Sexualität selbst hinausgeht. So kann ausbleibendes sexuelles Interesse beispielsweise als persönliche Zurückweisung erlebt werden, während der andere Mensch zunehmend unter dem Gefühl leidet, für die Enttäuschung oder das Selbstwertgefühl seines Partners verantwortlich zu sein. Was zunächst lediglich ein Unterschied in den sexuellen Bedürfnissen war, kann sich dadurch zu einer erheblichen Belastung für beide entwickeln.

Diese Unterscheidungen sind für uns von besonderer Bedeutung. Denn bevor wir versuchen, etwas zu verändern, möchten wir zunächst verstehen, was eigentlich als problematisch erlebt wird, von wem und weshalb.

Wenn Sexualität nicht mehr so erlebt werden kann, wie ein Mensch es sich wünscht, liegt der Gedanke nahe, dass etwas nicht richtig „funktioniert“. Solche Schwierigkeiten können sich beispielsweise in Erektionsproblemen, Schwierigkeiten beim Samenerguss oder beim Erreichen eines Orgasmus, vermindertem sexuellen Verlangen oder Schmerzen bei sexuellen Begegnungen äußern.

Schwierigkeiten können durchaus körperliche Ursachen haben, beispielsweise Erkrankungen, hormonelle Veränderungen oder unerwünschte Wirkungen von Medikamenten. Sie können aber ebenso durch Ängste, belastende Erfahrungen, Leistungsdruck oder partnerschaftliche Konflikte entstehen oder verstärkt werden. Häufig wirken mehrere dieser Faktoren zusammen.

Besonders problematisch kann es werden, wenn die Sorge um das sexuelle „Funktionieren“ selbst zum Bestandteil der Schwierigkeiten wird. Wer eine Erektion unbedingt erreichen oder aufrechterhalten möchte, wer einen Orgasmus erwartet oder glaubt, sexuelle Lust empfinden zu müssen, kann sich dadurch zunehmend unter Druck setzen. Sexualität wird dann möglicherweise weniger als lustvolle Begegnung erlebt, sondern als eine Situation, in der bestimmte Erwartungen erfüllt werden müssen.

Für uns steht deshalb zunächst die Frage im Mittelpunkt, weshalb Menschen ihre Sexualität nicht so erleben können, wie sie es sich wünschen. Genauso wichtig ist die Frage, welche Bedeutung die Schwierigkeiten für den betroffenen Menschen haben, unter welchen Bedingungen sie auftreten und welche körperlichen, psychischen oder partnerschaftlichen Zusammenhänge dabei eine Rolle spielen. Eine medizinische Abklärung kann dabei durchaus notwendig werden. Entscheidend für unsere therapeutische Arbeit ist jedoch das Verstehen der persönlichen, biografischen und partnerschaftlichen Zusammenhänge, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung sexueller Schwierigkeiten beitragen können.

 

Für die meisten Paare, denen wir in unseren Gesprächen begegnen, gehört Sexualität wie selbstverständlich zur Beziehung. Dabei kann sie Ausdruck von Nähe, Liebe oder Lust sein, aber auch von Vertrauen und Verbundenheit. Sexualität kann aber auch ganz andere Bedeutungen haben, beispielsweise das Bedürfnis nach Bestätigung und Anerkennung, nach Sicherheit oder danach, begehrt und geliebt zu werden.

Dabei muss Sexualität für beide Partner keineswegs dieselbe Bedeutung haben. Während sie für einen Menschen beispielsweise eine besonders wichtige Möglichkeit darstellt, Nähe und Verbundenheit zu erleben, kann der andere diese Nähe vielleicht längst auf ganz andere Weise erfahren. Auch können sich die Bedeutung der Sexualität und das Bedürfnis nach ihr im Laufe einer Beziehung erheblich verändern, ohne dass deshalb die Liebe oder die Zuneigung füreinander nachgelassen haben müssen.

Im Laufe einer Partnerschaft verändern sich aber nicht nur die Menschen selbst, sondern auch ihre gemeinsamen Lebensumstände. Berufliche Belastungen, die Gründung einer Familie oder Veränderungen des gemeinsamen Alltags können erhebliche Auswirkungen auf die Beziehung und die gemeinsame Sexualität haben. Häufig verändern sich dadurch auch die Aufmerksamkeit, die Zeit und die Energie, die beide Partner füreinander und für ihre Sexualität aufbringen können oder wollen. Und obwohl diese Veränderungen durchaus verstanden und als nachvollziehbar angesehen werden, gelingt es nicht immer, sich auch tatsächlich auf die neue Situation einzustellen. So können erhebliche Spannungen und Unzufriedenheit entstehen, selbst wenn beide Partner wissen, weshalb sich ihr gemeinsames Leben verändert hat.

Und dennoch erleben wir in unseren Paargesprächen aber auch immer wieder, wie selbstverständlich gerade die Veränderungen der gemeinsamen Sexualität hingenommen werden. Doch weshalb sollte das eigentlich so sein? Und was bedeutet es für eine Partnerschaft, wenn beide Menschen bestimmte Vorstellungen und Erwartungen an ihre Sexualität übernehmen und deshalb gar nicht mehr hinterfragen, weshalb sich ihre Sexualität verändert hat und ob sie damit überhaupt zufrieden sind?

Besonders schwierig kann es werden, wenn unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse oder Veränderungen der gemeinsamen Sexualität als Ausdruck mangelnder Liebe, persönlicher Zurückweisung oder fehlender Attraktivität verstanden werden. Wer sich sexuell zurückgewiesen fühlt, beginnt möglicherweise an sich selbst oder an der Beziehung zu zweifeln. Der andere Mensch wiederum erlebt vielleicht zunehmend die Verantwortung, diese Zweifel und Enttäuschungen durch sexuelle Zuwendung verhindern zu müssen. So kann sich eine wechselseitige Dynamik entwickeln, in der beide immer mehr Rücksicht aufeinander nehmen und sich dennoch zunehmend unfrei fühlen.

Auch unausgesprochene Konflikte, Enttäuschungen, Verletzungen oder unterschiedliche Vorstellungen von Nähe und Distanz können das sexuelle Erleben beeinflussen. Umgekehrt können sexuelle Schwierigkeiten bestehende partnerschaftliche Konflikte verstärken. Häufig suchen Paare nach einer eindeutigen Ursache für ihre sexuellen Schwierigkeiten. Dabei geht es jedoch oftmals um längerfristige Entwicklungen und wechselseitige Prozesse innerhalb der Beziehung. Besonders dann, wenn sich das gemeinsame Leben und Erleben verändert haben, die gemeinsame Sexualität diesen Veränderungen aber nicht gefolgt ist, können Schwierigkeiten entstehen oder sich verstärken. Oft entstehen dann Wechselwirkungen, die sich mit der Zeit verselbstständigen und unkorrigiert zu dem Gefühl führen, sich auseinandergelebt zu haben.

In unserer sexualtherapeutischen Arbeit wie auch in unseren Paargesprächen interessiert uns deshalb nicht ausschließlich, was zwischen zwei Menschen sexuell geschieht oder nicht geschieht. Vielmehr möchten wir unseren Klientinnen und Klienten helfen, zu verstehen, welche Bedeutung Sexualität für jeden Einzelnen hat, welche Erwartungen damit verbunden sind und wie beide Partner aufeinander reagieren. Entscheidend ist dabei, aus diesen Erkenntnissen Konsequenzen zu ziehen, eigene Vorstellungen und Verhaltensweisen zu hinterfragen und Veränderungen zu ermöglichen, durch die die gemeinsame Sexualität als lustvoll, befriedigend und bereichernd erlebt werden kann.

Unsere Sexualität entwickelt sich nicht unabhängig von unserer Lebensgeschichte. Schon früh entstehen Vorstellungen darüber, was erlaubt oder verboten, richtig oder falsch, anständig oder beschämend ist. Gerade Mädchen erleben bereits während ihrer körperlichen und sexuellen Entwicklung, wie ihr Körper sexualisiert, bewertet und reglementiert wird. Ihnen wird vermittelt, dass sie ihren Körper zu verbergen haben, dass bestimmte Körperhaltungen unanständig sind und dass andere darüber bestimmen dürfen, wie sie mit ihrem Körper umgehen. So werden Scham, Unsicherheit und die Abwertung der eigenen Körperlichkeit zu Bestandteilen ihrer sexuellen Sozialisation. Erfahrungen mit Nähe, Zärtlichkeit, dem eigenen Körper und den Reaktionen anderer Menschen prägen unser späteres sexuelles Erleben erheblich.

Lange bevor wir unsere ersten sexuellen Erfahrungen machen, haben wir bereits eine Vielzahl von Erfahrungen gesammelt, die unser späteres sexuelles Erleben prägen. Wir haben gelernt, wie andere Menschen miteinander umgehen, welche Rollen Frauen und Männern zugeschrieben werden und wie wir selbst Zuwendung, Anerkennung, Zurückweisung oder emotionale Sicherheit erleben. Wir haben Vorstellungen darüber entwickelt, wer wir sind, ob wir uns so, wie wir sind, angenommen fühlen und ob unser Körper in Ordnung ist. All das beeinflusst, wie wir später Nähe zulassen, uns begehrenswert fühlen und unsere eigenen sexuellen Bedürfnisse wahrnehmen und ausdrücken können. Hinzu kommt, was wir überhaupt über unseren Körper und über Sexualität wissen oder eben nicht wissen. Erst auf dieser Grundlage machen wir unsere eigenen sexuellen Erfahrungen, die unser sexuelles Erleben wiederum prägen und verändern können.

Wie tief solche frühen Erfahrungen unser späteres Selbstbild prägen können, zeigt sich nicht selten in einem scheinbaren Widerspruch: Menschen wissen durchaus, dass sie von ihrem Partner geliebt und begehrt werden, fühlen sich aber trotzdem unsicher, unattraktiv oder nicht gut genug. Denn allein das Wissen darum reicht häufig nicht aus, um emotional tief verankerte Erfahrungen und Überzeugungen und die damit verbundenen Gefühle zu verändern.

Scham spielt in unserer persönlichen und sexuellen Entwicklung eine zentrale Rolle. Schon früh lernen wir, was wir tun sollen, was wir tun müssen und was wir auf keinen Fall dürfen. „Das gehört sich nicht!“, „So etwas macht man nicht!“, „Schäm dich!“ Solche Botschaften vermitteln uns nicht nur gesellschaftliche und familiäre Regeln, sondern auch, dass wir Gefahr laufen, unsere Anerkennung und Zugehörigkeit zu verlieren, wenn wir gegen diese Regeln verstoßen. Besonders schwer wiegt dies, wenn Kinder durch ihre eigenen Eltern beschämt werden. Denn Scham betrifft nicht nur unser Verhalten, sondern kann unser gesamtes Selbstbild infrage stellen: Nicht das, was ich getan habe, ist falsch, sondern ich selbst bin falsch.

Gerade in der Sexualität kann diese Erfahrung verheerende Folgen haben. Wer gelernt hat, sich für seinen Körper, seine Neugier, seine Wünsche oder seine sexuellen Bedürfnisse zu schämen, erlebt Sexualität möglicherweise nicht als etwas Eigenes, Lustvolles und Selbstbestimmtes, sondern als etwas, das verborgen, kontrolliert oder unterdrückt werden muss. Scham kann Menschen daran hindern, ihren eigenen Körper kennenzulernen, ihre Wünsche überhaupt wahrzunehmen und sich einem anderen Menschen in ihrer Sexualität zu zeigen.

Daneben können selbstverständlich auch persönliche Unsicherheiten und Befürchtungen eine Rolle spielen: Bin ich attraktiv? Bin ich begehrenswert? Genüge ich den Erwartungen meines Partners? Warum fühle ich mich zurückgewiesen, und was bedeutet das für mein Bild von mir selbst? Solche Fragen können das sexuelle Erleben ebenfalls erheblich beeinträchtigen. Sie sind jedoch nicht mit jener tiefgreifenden Beschämung gleichzusetzen, die das Gefühl vermittelt, als Mensch nicht richtig zu sein oder nicht dazuzugehören.

Auch Angst spielt in der Sexualität eine wichtige Rolle. Aus unseren Paar- und Einzelgesprächen wissen wir, wie schwer es vielen Menschen fällt, mit ihrem Partner offen über ihre Sexualität zu sprechen. Über das, was ihnen gefällt, was sie vermissen, welche Wünsche und Bedürfnisse sie haben oder welche sexuellen Fantasien sie beschäftigen. Nicht selten steht dahinter die Angst, durch solche Gespräche die eigene Partnerschaft infrage zu stellen, den anderen zu verletzen oder selbst zurückgewiesen zu werden. Was wird mein Partner von mir denken? Wird er mich noch genauso lieben und begehren, wenn er erfährt, was ich mir wünsche? Und was geschieht, wenn unsere Vorstellungen von Sexualität so unterschiedlich sind, dass wir keine gemeinsame Antwort darauf finden?

Während Scham vor allem damit verbunden ist, wie wir uns selbst bewerten und ob wir uns als Mensch angenommen fühlen, richtet sich die Angst hier insbesondere auf die befürchteten Reaktionen und Konsequenzen, wenn wir unsere Wünsche und Bedürfnisse offenbaren. Beides kann eng miteinander verbunden sein und dazu führen, dass Menschen gerade über das schweigen, was ihnen besonders wichtig ist.

So bleiben sexuelle Wünsche, Unzufriedenheit und manchmal auch erhebliche Schwierigkeiten unausgesprochen. Manchmal geht diese Angst sogar so weit, dass Menschen lieber auf gemeinsame Sexualität verzichten, als mit ihrem Partner darüber zu sprechen, was ihnen gefällt, was sie sich wünschen oder was sie als unbefriedigend erleben. Selbst wenn sexuelles Verlangen vorhanden ist und die eigene Sexualität allein problemlos erlebt werden kann, erscheint das offene Gespräch mit dem Partner mitunter als das größere Wagnis. Aus Angst, die Beziehung zu gefährden, wird gerade das vermieden, was notwendig wäre, um die gemeinsame Sexualität weiterzuentwickeln.

Und was ist eigentlich mit der Lust? Was ist Lust überhaupt? Zunächst einmal eine ausgesprochen angenehme Form des Erlebens, die wir keineswegs nur aus der Sexualität kennen. Wir erleben Lust beim Essen, beim Sport, bei körperlicher Berührung oder bei anderen Tätigkeiten, die uns Freude bereiten. Sexuelle Lust ist eine besondere Form dieses Erlebens. Sie ist nicht dasselbe wie sexuelles Verlangen, körperliche Erregung oder ein Orgasmus, auch wenn all diese Erfahrungen eng miteinander verbunden sein können. Hinzu kommen unsere Fantasien, Vorstellungen und Erwartungen, die beeinflussen, was wir als lustvoll erleben und was wir überhaupt unter sexueller Lust verstehen.

Sexuelle Lust ist ein ausgesprochen persönliches, körperliches und emotionales Erleben, das sich nicht auf bestimmte sexuelle Funktionen oder sexuelle Leistungsfähigkeit reduzieren lässt. Und dennoch wird sie häufig genau so betrachtet: als etwas, das funktionieren muss, das man erreichen, vorweisen oder sogar leisten können sollte. Nicht zuletzt die Darstellung von Sexualität in pornografischen Medien trägt dazu bei, Lust mit sichtbarer Erregung, bestimmten sexuellen Handlungen oder vermeintlicher Leistungsfähigkeit gleichzusetzen.

Zu all diesen Überlegungen kommt in der partnerschaftlichen Sexualität noch etwas Entscheidendes hinzu: die Lust des anderen Menschen. Für manche Menschen besteht ein wesentlicher Teil ihrer eigenen Lust gerade darin, die Lust und Erregung des Partners zu erleben. Andere wiederum konzentrieren sich nahezu ausschließlich auf ihre eigene sexuelle Befriedigung und erleben ihr Gegenüber dabei eher als Sexualobjekt, ohne wirklich mit diesem Menschen in Kontakt zu sein. Auch das gehört zu den unterschiedlichen Formen, in denen Menschen sexuelle Lust erleben. Es geht aber auch darum, die Empfindungen, Wünsche und Reaktionen des anderen wahrzunehmen und miteinander ein sexuelles Erleben zu entwickeln, das für beide lustvoll und befriedigend ist. Dabei sind unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse nicht automatisch eine Störung, und die Qualität des gemeinsamen sexuellen Erlebens lässt sich nicht an seiner Häufigkeit messen. Ob und wie uns eine befriedigende gemeinsame Sexualität gelingt, hängt nicht allein von unserem Körper ab, sondern ebenso von unserer Lebensgeschichte, unserem Selbstbild und unseren Erfahrungen mit Scham, Angst und Nähe.

Und was ist mit der Unlust? Was bedeutet es eigentlich, keine Lust auf Sexualität zu haben? Für manche Menschen ist das überhaupt kein Problem. Sie vermissen nichts und erleben das Ausbleiben sexueller Bedürfnisse als vollkommen zufriedenstellend. Andere leiden darunter, dass sie keine sexuelle Lust mehr empfinden oder dass ihr Verlangen nicht mehr so ausgeprägt ist wie früher. Dabei kann Unlust auch bedeuten, dass Sexualität nicht nur uninteressant, sondern als unangenehm oder sogar abstoßend erlebt wird. Und wieder andere erleben ihre Unlust vor allem deshalb als Problem, weil ihre Partner andere Bedürfnisse haben oder weil sie glauben, bestimmten gesellschaftlichen Vorstellungen von Sexualität entsprechen zu müssen. Entscheidend ist deshalb auch hier die Frage, wer eigentlich unter der Unlust leidet und weshalb.

Allein daran wird deutlich, wie komplex sexuelle Lust tatsächlich ist, obwohl sie uns häufig als etwas ausgesprochen Einfaches und Selbstverständliches erscheint.

In unserer sexualtherapeutischen Arbeit möchten wir deshalb unsere Klientinnen und Klienten darin bestärken und befähigen, ihre eigenen Ressourcen zu nutzen, sich mit ihren Erfahrungen und inneren Überzeugungen auseinanderzusetzen und zu erkennen, wie diese ihr heutiges sexuelles Erleben beeinflussen und welche Bedeutung dabei Scham, Angst, Lust und Unlust haben. Dabei geht es nicht darum, hinter jeder sexuellen Schwierigkeit zwangsläufig ein Problem aus der Kindheit zu vermuten. Vielmehr sollen sie selbst herausfinden können, welche persönlichen, biografischen und partnerschaftlichen Zusammenhänge tatsächlich bedeutsam sind, welche Überzeugungen ihnen möglicherweise im Wege stehen und welche Veränderungen ihnen ermöglichen, Sexualität freier, selbstbestimmter und lustvoller zu erleben.

Bin ich normal, so wie ich bin? Genüge ich? Entspreche ich den Erwartungen, die andere an mich haben oder die ich selbst an mich stelle? Wie viel Sex ist eigentlich normal? Welche Rolle spielen Leidenschaft und Orgasmus? Was ist mit unseren Wünschen und sexuellen Fantasien? Mit unserem Körper, unserer Attraktivität und der Frage, ob wir überhaupt begehrenswert sind? Warum fällt es manchmal so schwer, Lust zu empfinden, Nähe zuzulassen oder über das zu sprechen, was uns sexuell beschäftigt? Bin ich gut genug? Woher wissen wir eigentlich, wie andere Menschen ihre Sexualität erleben?

Vielleicht gehören auch Sie zu denen, die bereits in jungen Jahren nach Antworten auf diese bedeutenden Fragen gesucht haben. Vielleicht beschäftigen Sie sich aber auch erst heute damit?

War es bei Ihnen auch so, dass Sie in jungen Jahren mit roten Ohren, neugierig und aufgeregt, manchmal heimlich in der BRAVO geblättert und die Rubrik „Dr. Sommer“ geradezu verschlungen haben? Bereits seit 1969 beschäftigt sich Dr. Sommer mit Fragen rund um Körper, Liebe und Sexualität, die offenbar bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.

Wir alle haben die unterschiedlichsten Vorstellungen, Ideen und Bilder davon im Kopf, wie Sexualität sein sollte, vielleicht sogar sein muss. Interessant wäre dabei die Frage, wie diese Bilder eigentlich entstehen.

Schon lange bevor wir unsere ersten sexuellen Erfahrungen machen, entwickeln wir Vorstellungen über unseren Körper, über Nähe und Intimität, darüber, was erlaubt ist und worüber vielleicht besser geschwiegen wird. Sie werden geprägt durch unsere eigenen Bedürfnisse und Erfahrungen, durch gesellschaftliche Normen und Erwartungen, Gespräche im Freundeskreis, soziale Medien und nicht zuletzt durch das, was wir über das sexuelle Erleben anderer Menschen zu wissen glauben. Eine besondere Rolle kann dabei der oft schon frühe Kontakt mit Pornografie spielen. Die dort gezeigten Körper, sexuellen Praktiken und vermeintlich selbstverständlichen Reaktionen können Bilder und Erwartungen entstehen lassen, die mit der später selbst erlebten Sexualität wenig gemeinsam haben.

Dabei könnte man leicht den Eindruck bekommen, es gäbe bestimmte Maßstäbe oder Normen, denen Sexualität entsprechen muss. Sie soll erfüllend sein, befriedigend, leidenschaftlich, spontan, abwechslungsreich, jederzeit abrufbar und möglichst beliebig wiederholbar. Und schon stecken wir mitten in einer ganzen Reihe von Bildern und Erwartungen, die wir möglicherweise nie hinterfragt haben.

Schwierig wird es, wenn aus unseren Vorstellungen Erwartungen oder sogar Verpflichtungen entstehen. Wer glaubt, häufiger Lust empfinden, jederzeit sexuell verfügbar sein oder bestimmte sexuelle Leistungen erbringen zu müssen, kann zunehmend den Zugang zu den eigenen Bedürfnissen verlieren. Plötzlich geht es nicht mehr darum, was wir selbst empfinden, wünschen oder genießen, sondern darum, ob wir den vermeintlichen Anforderungen gerecht werden. Sexualität wird dann möglicherweise zu etwas, das man erfüllen muss, anstatt zu etwas, das man erleben möchte.

Sexualität berührt weit mehr als unser körperliches Verlangen. Sie hat mit Neugier und Sehnsucht zu tun, mit unseren Wünschen und Fantasien, aber auch mit Scham, Unsicherheit und unserem Selbstwertgefühl. Wie erleben wir unseren eigenen Körper? Fühlen wir uns attraktiv und begehrenswert? Dürfen wir unsere Wünsche überhaupt haben, und trauen wir uns, sie zu zeigen? Was geschieht, wenn wir glauben, sexuell nicht gut genug zu sein? Solche Zweifel können dazu führen, dass wir uns zunehmend selbst beobachten und bewerten, anstatt uns auf unser eigenes Erleben einzulassen. Und manchmal steht hinter der Frage, ob wir sexuell genügen, eine viel grundsätzlichere Unsicherheit: Genüge ich überhaupt?

Auch innerhalb einer Partnerschaft können solche Erwartungen entstehen, ohne dass sie ausdrücklich ausgesprochen werden. Manchmal genügt bereits das Wissen um die Wünsche oder die mögliche Enttäuschung des anderen, um sich selbst unter Druck zu setzen. Umgekehrt kann jemand, dessen sexuelles Bedürfnis häufiger unerfüllt bleibt, daraus die Überzeugung entwickeln, nicht ausreichend begehrt, attraktiv oder geliebt zu sein. So kann ein Kreislauf entstehen, in dem sich der eine zunehmend unter Druck gesetzt fühlt, während der andere immer stärker an seiner eigenen Begehrenswertigkeit zweifelt. Ausgerechnet dort, wo Nähe, Zärtlichkeit und sexuelles Verlangen erlebt werden könnten, entstehen dann möglicherweise Rückzug, Enttäuschung und gegenseitige Verletzungen.

Besonders die Häufigkeit sexueller Begegnungen wird nicht selten zum vermeintlichen Gradmesser einer gelungenen Partnerschaft. Doch was sagt es tatsächlich über die Qualität einer Beziehung aus, ob zwei Menschen mehrmals in der Woche, einmal im Monat oder überhaupt nicht miteinander schlafen? Und wer entscheidet eigentlich darüber, wie häufig, leidenschaftlich, abwechslungsreich oder befriedigend Sexualität sein sollte? Muss sie überhaupt immer erfüllend sein? Muss jeder sexuelle Kontakt mit einem Orgasmus enden? Vielleicht lohnt es sich, weniger danach zu fragen, ob unsere Sexualität irgendwelchen Maßstäben entspricht, sondern vielmehr danach, welche Bedeutung sie für uns selbst hat und wie zufrieden wir mit unserem sexuellen Erleben tatsächlich sind.

In unserer sexualtherapeutischen Arbeit interessiert uns deshalb, woher solche Vorstellungen kommen, wem sie eigentlich gehören und weshalb sie eine derart große Bedeutung erhalten haben. Welche Wünsche und Bedürfnisse sind tatsächlich unsere eigenen? Welche Erwartungen haben wir von anderen übernommen? Und was geschieht, wenn wir uns erlauben, diese Vorstellungen einmal infrage zu stellen?

Dabei geht es nicht darum, neue Regeln dafür aufzustellen, wie Sexualität sein sollte. Vielmehr geben wir therapeutische Impulse, hinterfragen und konfrontieren eingefahrene Vorstellungen und Erwartungen und bringen Bewegung in festgefahrene Muster. Wir wollen Menschen befähigen, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen, Unsicherheiten und Ängsten zu begegnen und neue Möglichkeiten des sexuellen Erlebens zu entwickeln. Das gilt für die eigene Sexualität ebenso wie für die Sexualität innerhalb einer Partnerschaft.

Aus unseren bisherigen Ausführungen wird sicherlich deutlich, dass es unserer Haltung und Überzeugung entspricht, Sexualität nicht primär unter dem Gesichtspunkt sexueller Funktionsstörungen zu betrachten. Unser sexualtherapeutisches Angebot ist daher keine Leistung, die wir zulasten von Krankenversicherungen abrechnen. Unsere Sexualtherapie ist eine reine Selbstzahlerleistung.

Die sexualtherapeutischen Gespräche können bei uns sowohl im Einzelgespräch als auch gemeinsam mit beiden Partnern stattfinden. Die Einzelgespräche führe ich, Michael Beschorner. Die Paargespräche führen wir gemeinsam, Kerstin und Michael Beschorner, in unserem bewährten Vierersetting.

Welches Setting sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, welche Schwierigkeiten bestehen, wie sie erlebt werden und welche Zusammenhänge dabei eine Rolle spielen. Dabei ist es keineswegs erforderlich, dass beide Partner gemeinsam zu unseren Gesprächen kommen, wenn es um Schwierigkeiten innerhalb ihrer Paarsexualität geht.

In den Einzelgesprächen beschäftigen wir uns mit den Schwierigkeiten, die Ihr sexuelles Erleben beeinträchtigen. Dabei spielen Ihre persönlichen Erfahrungen, Vorstellungen und Erwartungen ebenso eine Rolle wie Ihre Wünsche und Bedürfnisse, aber auch mögliche Ängste und Konflikte. Ebenso können der Umgang miteinander, unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse innerhalb Ihrer Partnerschaft und die Möglichkeiten, sich sexuell und emotional wieder näherzukommen, im Mittelpunkt unserer Gespräche stehen.

Dabei ist es keineswegs erforderlich, dass beide Partner an einer Therapie teilnehmen, um Veränderungen innerhalb ihrer Beziehung erreichen zu können. Bereits die Veränderung des Erlebens oder Verhaltens eines einzelnen Menschen kann die bisherigen Wechselwirkungen innerhalb einer Partnerschaft beeinflussen und dadurch auch Veränderungen im gemeinsamen sexuellen Erleben ermöglichen. Dies entspricht einem grundlegenden Gedanken der Systemischen Therapie, nach dem Veränderungen eines Teils eines Systems Auswirkungen auf das gesamte System haben können.

Selbstverständlich können aber auch Sie beide gemeinsam zu uns kommen. In unserem Vierersetting hätten wir dann die Möglichkeit, uns Ihren gemeinsamen Schwierigkeiten und Ihrem sexuellen Erleben zu widmen und dabei auch die Zusammenhänge mit Ihrer Paarbeziehung in den Blick zu nehmen.

Im gemeinsamen sexualtherapeutischen Paargespräch können wir uns damit beschäftigen, wie Sie beide Ihre Sexualität leben, was Sie dabei fühlen, denken und erleben, welche Vorstellungen, Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen damit verbunden sind und welche Wechselwirkungen daraus innerhalb Ihrer Partnerschaft entstehen. Gerade wenn Sexualität zunehmend mit Enttäuschungen, Frustration, Unzufriedenheit oder nachlassender Lust aufeinander, vielleicht auch mit wachsender Distanz oder gar mit Druck und empfundenen Verpflichtungen verbunden ist, kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen, was zwischen Ihnen geschieht und wie es dazu gekommen ist. Hilfreich ist es dabei, die Hintergründe Ihrer Schwierigkeiten besser zu verstehen, eingefahrene Vorstellungen und Muster zu hinterfragen und neue Wege für Ihre Sexualität und Ihre Beziehung zu entwickeln.

Ziel unserer Arbeit ist es, Ihnen ein besseres Verständnis dafür zu ermöglichen, weshalb Sexualität für Sie persönlich oder innerhalb Ihrer Beziehung schwierig geworden ist, welche Erfahrungen, Vorstellungen und Erwartungen dabei eine Rolle spielen und welche Möglichkeiten der Veränderung sich daraus ergeben können.

Wir glauben, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, seine Sexualität nach den eigenen Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen zu erleben und zu gestalten. Sexualität in einer Partnerschaft kann darüber hinaus etwas ganz Eigenes entstehen lassen. Denn ein Paar ist mehr als nur ein doppeltes Ich. Hier kann aus eins plus eins weit mehr als zwei werden. Im wechselseitigen Erleben von Wünschen, Bedürfnissen und Fantasien können wir nicht nur den anderen, sondern auch uns selbst neu entdecken, uns vielleicht sogar im anderen wiedererkennen und gemeinsam etwas erleben, das jeder für sich allein so nicht erfahren könnte.

Sexualität ist in vielerlei Hinsicht etwas Erstaunliches und voller Widersprüche. Obwohl kaum ein anderer Bereich unseres Lebens mit so vielen Erwartungen, Vorstellungen und vermeintlichen Selbstverständlichkeiten verbunden ist, wird offenbar vorausgesetzt, dass wir ganz von allein wissen, wie Sexualität geht. Aber woher sollten wir das eigentlich wissen?

Sexuelle Aufklärung beschäftigt sich häufig mit Fortpflanzung, Verhütung und dem Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen. Wie wir unsere eigenen sexuellen Bedürfnisse entdecken, was uns Lust bereitet, wie wir sexuelle Nähe erleben möchten und wie wir mit einem anderen Menschen eine gemeinsame Sexualität entwickeln können, bleibt dagegen oft weitgehend unserer eigenen Erfahrung überlassen. Hinzu kommen Vorstellungen aus Medien, Pornografie und Erzählungen anderer Menschen, die mit den eigenen Bedürfnissen möglicherweise wenig zu tun haben.

Dabei halten sich zahlreiche Mythen ausgesprochen hartnäckig: Sexualität sei in jungen Jahren besonders aufregend und verliere mit zunehmendem Alter zwangsläufig an Bedeutung. Leidenschaft verschwinde im Laufe einer langjährigen Partnerschaft ganz von selbst. Wirklich aufregende Sexualität sei nur mit neuen Partnern oder immer neuen sexuellen Erfahrungen möglich. Und wenn zwei Menschen sich lieben, müssten sie eigentlich intuitiv wissen, was dem anderen gefällt.

Aber weshalb sollte das so sein? Menschen verändern sich, Beziehungen entwickeln sich, Bedürfnisse und Wünsche können sich verändern. Warum sollte ausgerechnet die gemeinsame Sexualität davon ausgenommen sein? Weshalb wird häufig erwartet, dass etwas, das vielleicht vor zehn oder zwanzig Jahren als lustvoll erlebt wurde, heute noch genauso befriedigend sein müsste?

Hinzu kommen unterschiedliche gesellschaftliche Vorstellungen über die Sexualität von Frauen und Männern. Während männliche Selbstbefriedigung häufig als selbstverständlicher Ausdruck sexueller Lust betrachtet wird, ist weibliche Selbstbefriedigung vielerorts noch immer stärker mit Scham, Unsicherheit oder Tabus verbunden (Selbstbefriedigung bei 14-Jährigen innerhalb der vergangenen zwölf Monate: Jungen ca. 67 %, Mädchen ca. 25 %; Scharmanski & Hessling, 2022, BZgA, Jugendsexualität, 9. Welle). Eine weitere Besonderheit der männlichen sexuellen Sozialisation zeigt sich in manchen Jungen- und Männergruppen, in denen Sexualität nicht selten zum Gegenstand von Vergleichen, Konkurrenz und Leistungsdemonstrationen wird. Die Anzahl sexueller Erfahrungen, die Häufigkeit sexueller Begegnungen oder die vermeintliche sexuelle Leistungsfähigkeit können dort zu Maßstäben für Männlichkeit, Anerkennung und die eigene Stellung innerhalb der Gruppe werden. Bei Mädchen und Frauen wird sexuelle Aktivität dagegen gesellschaftlich häufig anders bewertet und kann sogar mit Abwertung verbunden sein.
Doch diese Unterschiede betreffen keineswegs nur die Selbstbefriedigung, sondern häufig bereits die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Während bei Männern beispielsweise eine Erektion als unmittelbar sichtbarer Ausdruck sexueller Erregung wahrgenommen wird, beschäftigen sich viele Frauen mit der Frage, ob ihr Körper überhaupt sexuell attraktiv ist. Sind die Brüste zu klein oder zu groß, der Po zu dick oder zu flach, entspricht der eigene Körper überhaupt den vermeintlichen Erwartungen anderer Menschen?

Ein weiteres Problem besteht darin, dass manche Frauen mit ihren eigenen Geschlechtsorganen erstaunlich wenig vertraut sind. Noch immer begegnet uns die Vorstellung, die männlichen Geschlechtsorgane befänden sich außen, die weiblichen dagegen irgendwo im Körperinneren. Dabei sind auch die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane selbstverständlich vorhanden, sichtbar und können ebenso wie die männlichen betrachtet, berührt und kennengelernt werden. Manchmal kann bereits ein Spiegel dabei helfen, die eigenen Geschlechtsorgane erstmals bewusst zu betrachten und sich mit ihrem Aussehen vertraut zu machen. Dies kann ein erster Schritt sein, auch die anderen sinnlichen Zugänge zum eigenen Körper zu entdecken: Berühren, Spüren, Riechen und Schmecken.

Die Vertrautheit mit dem eigenen Körper, seinen Empfindungen und seinen Möglichkeiten ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Sexualität selbstbestimmt erleben und mit einem anderen Menschen gestalten zu können.

Besonders erstaunlich ist für uns, wie wenig Menschen häufig miteinander über ihre Sexualität sprechen. Nicht nur über Schwierigkeiten, sondern gerade auch darüber, was ihnen gefällt, was sie sich wünschen, was sie als unangenehm erleben oder was sie gerne einmal ausprobieren möchten. Stattdessen entsteht nicht selten eine gemeinsame Sexualität aus gegenseitigen Vermutungen und unausgesprochenen Erwartungen. Man tut, was man für richtig hält, und hofft, dass es für beide passt.

Wenn Sexualität auf diese Weise über längere Zeit unverändert bleibt, obwohl sich die beteiligten Menschen längst weiterentwickelt haben, ist es wenig überraschend, wenn sie irgendwann nicht mehr als befriedigend erlebt wird. Doch weshalb sollte daraus zwangsläufig folgen, dass etwas gestört ist oder sexuelle Leidenschaft unwiederbringlich verloren gegangen wäre?

Vielleicht besteht die eigentliche Aufgabe vielmehr darin, die eigene Sexualität und die des anderen überhaupt erst kennenzulernen, miteinander darüber zu sprechen, Gewohntes infrage zu stellen und eine Sexualität zu entwickeln, die zu den Menschen passt, die sie heute sind. Dabei geht es nicht darum, bestimmte sexuelle Praktiken zu erlernen oder vermeintliche Leistungen zu verbessern, sondern darum, herauszufinden, was Sexualität für jeden Einzelnen bedeuten und wie daraus eine gemeinsame, lustvolle und befriedigende Erfahrung werden kann.

Und damit sind wir vielleicht wieder bei den Fragen angekommen, die uns schon seit unserer Jugend beschäftigen: Bin ich normal, so wie ich bin? Ist meine Sexualität richtig? Genüge ich den Erwartungen meines Partners? Und muss ich diesen Erwartungen überhaupt entsprechen?

Vielleicht geht es aber gerade darum, sich von solchen vermeintlichen Maßstäben zu lösen und herauszufinden, was Sexualität für uns selbst bedeutet, was wir uns wünschen und wie wir sie mit einem anderen Menschen erleben und gestalten möchten.

Die interessantesten Fragen rund um Sexualität

Sexuelle Wünsche, Fantasien und Vorlieben, Unsicherheiten im Umgang mit dem eigenen Körper, gesellschaftliche Erwartungen und Vorstellungen darüber, was beim Sex eigentlich normal ist, beschäftigen Menschen offenbar schon seit Generationen. Hinzu kommen Scham, Ängste, sexuelle Tabus, überlieferte Mythen, hartnäckige Muster und die manchmal geradezu absurden Vorstellungen davon, wie Sexualität zu funktionieren hat.

Daran scheint sich bis heute erstaunlich wenig geändert zu haben. Vieles davon stand bereits 1972 im Mittelpunkt von Woody Allens satirischer Filmkomödie „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“. Fragen und Themen, die auch mehr als fünfzig Jahre später kaum etwas von ihrer Aktualität verloren haben.

Ganz offensichtlich sind das Fragen, die Menschen unabhängig von ihrer Zeit, ihrem Alter, ihren Hintergründen und ihren persönlichen Erfahrungen immer wieder beschäftigen. Umso erstaunlicher erscheint es, dass wir uns vielen dieser Fragen noch immer nicht zu stellen wagen.

Und genau dieses Experiment haben wir selbst gemacht. Wir waren überrascht, welche Gespräche sich zwischen uns entwickelt haben, als wir uns mit diesen Fragen beschäftigten. Und das, obwohl wir uns seit vielen Jahren beruflich mit Sexualität und sexualtherapeutischer Arbeit auseinandersetzen.

„Was ist eigentlich guter Sex?“ „Muss man in einer Beziehung alles über die eigene Sexualität miteinander teilen?“ „Können sexuelle Vorlieben sich im Laufe des Lebens verändern?“ Drei Fragen, die uns durchaus zum Nachdenken und miteinander ins Gespräch gebracht haben.

Deshalb möchten wir Ihnen diese Fragen nicht vorenthalten. Vielleicht entdecken Sie darunter etwas, das Sie persönlich beschäftigt, vielleicht auch etwas, das in Ihrer Partnerschaft eine Rolle spielt. Und vielleicht ergeben sich daraus Gespräche, mit denen Sie überhaupt nicht gerechnet hätten.

Wohin solche Gespräche führen können? Nun, das behalten wir an dieser Stelle lieber für uns …

 

1. Wie viel Sex ist normal?

  1. Wie oft haben andere Paare eigentlich Sex?
  2. Wie häufig sollte man in einer glücklichen Beziehung Sex haben?
  3. Ist es normal, nur einmal im Monat Sex zu haben?
  4. Haben wir zu wenig Sex?
  5. Kann man auch zu viel Sex haben?
  6. Ist es normal, über mehrere Monate keinen Sex zu haben?
  7. Wie oft haben Paare Sex, die schon zehn oder zwanzig Jahre zusammen sind?
  8. Wird Sex mit zunehmendem Alter automatisch weniger?
  9. Ist eine Beziehung ohne Sex überhaupt noch eine Liebesbeziehung?
  10. Wie wichtig ist Sex für eine glückliche Partnerschaft?

2. Lust, Unlust und sexuelles Verlangen

  1. Warum habe ich plötzlich keine Lust mehr auf Sex?
  2. Ist es normal, dass ich weniger Lust habe als mein Partner?
  3. Warum möchte mein Partner ständig Sex und ich fast nie?
  4. Warum habe ich Lust auf Selbstbefriedigung, aber nicht auf Sex mit meinem Partner?
  5. Kann man jemanden lieben, ohne ihn sexuell zu begehren?
  6. Warum habe ich am Anfang einer Beziehung mehr Lust als nach einigen Jahren?
  7. Kann sexuelle Lust wiederkommen, wenn sie einmal verschwunden ist?
  8. Warum empfinde ich Sex inzwischen eher als Pflicht?
  9. Ist es normal, dass ich nie spontan Lust auf Sex habe?
  10. Warum habe ich sexuelle Fantasien, aber kaum Interesse an tatsächlichem Sex?
  11. Ist es normal, grundsätzlich wenig oder gar kein sexuelles Verlangen zu haben?
  12. Was bedeutet es, wenn ich meinen Partner liebe, aber keinen Sex mehr mit ihm möchte?

3. Körperlichkeit, Berührung und Zärtlichkeit

  1. Wie viel körperliche Nähe braucht eine Beziehung?
  2. Warum möchte ich kuscheln, aber keinen Sex?
  3. Warum möchte mein Partner nur dann kuscheln, wenn er Sex haben möchte?
  4. Ist es normal, nicht gerne angefasst zu werden?
  5. Warum empfinde ich manche Berührungen als unangenehm?
  6. Warum fehlt mir körperliche Nähe, obwohl wir regelmäßig Sex haben?
  7. Kann eine Beziehung ohne Küssen und Kuscheln funktionieren?
  8. Warum empfinde ich die Berührungen meines Partners nicht mehr als erregend?
  9. Warum brauche ich mehr Abstand als mein Partner?
  10. Was tun, wenn jede körperliche Annäherung als Aufforderung zum Sex verstanden wird?

4. Sexuelle Zufriedenheit und Orgasmus

  1. Was ist eigentlich guter Sex?
  2. Warum komme ich beim Sex nicht zum Orgasmus?
  3. Ist Sex ohne Orgasmus schlechter Sex?
  4. Müssen beim Sex beide einen Orgasmus haben?
  5. Warum komme ich bei der Selbstbefriedigung zum Orgasmus, aber nicht mit meinem Partner?
  6. Wie lange sollte guter Sex dauern?
  7. Ist es normal, beim Sex manchmal gar nichts zu empfinden?
  8. Warum kann ich mich beim Sex nicht fallen lassen?
  9. Warum denke ich beim Sex ständig darüber nach, ob ich alles richtig mache?
  10. Warum ist mein Partner zufrieden mit unserem Sex, ich aber nicht?
  11. Muss man beim Sex immer erregt sein?
  12. Warum fällt es mir schwer, meinem Partner zu sagen, was mir gefällt?

5. Unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse

  1. Was tun, wenn einer mehr Sex möchte als der andere?
  2. Muss ich manchmal Sex haben, obwohl ich keine Lust habe?
  3. Ist es egoistisch, Sex abzulehnen?
  4. Ist es egoistisch, sich mehr Sex zu wünschen?
  5. Warum fühlt mein Partner sich zurückgewiesen, wenn ich keinen Sex möchte?
  6. Wie geht man mit dauerhaft unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen um?
  7. Kann man sexuelle Unterschiede ausgleichen, ohne dass sich einer verbiegen muss?
  8. Warum streiten wir immer wieder über Sex?
  9. Wie viel Kompromiss ist beim Sex möglich?
  10. Kann eine Beziehung funktionieren, wenn wir sexuell nicht zusammenpassen?

6. Attraktivität, Körperbild und Selbstwert

  1. Findet mein Partner mich überhaupt noch attraktiv?
  2. Warum schäme ich mich für meinen nackten Körper?
  3. Ist mein Körper normal?
  4. Muss ich beim Sex gut aussehen?
  5. Warum kann ich nicht glauben, dass mein Partner mich begehrenswert findet?
  6. Warum fühle ich mich mit zunehmendem Alter weniger attraktiv?
  7. Kann man sexuelle Anziehung verlieren, obwohl man seinen Partner weiterhin liebt?
  8. Warum vergleiche ich meinen Körper mit anderen?
  9. Wie wichtig ist das Aussehen für guten Sex?
  10. Kann man jemanden sexuell begehren, den man körperlich nicht besonders attraktiv findet?

7. Sexuelle Fantasien, Wünsche und Vorlieben

  1. Sind meine sexuellen Fantasien normal?
  2. Ist es schlimm, beim Sex an jemand anderen zu denken?
  3. Muss ich meinem Partner meine sexuellen Fantasien erzählen?
  4. Warum erregen mich Dinge, die ich im wirklichen Leben gar nicht erleben möchte?
  5. Ist es normal, dass mein Partner andere sexuelle Vorlieben hat als ich?
  6. Wie sage ich meinem Partner, dass ich etwas Neues ausprobieren möchte?
  7. Muss ich auf sexuelle Wünsche meines Partners eingehen?
  8. Ist es normal, nach vielen Beziehungsjahren neugierig auf andere Menschen zu werden?
  9. Warum reizt mich das Verbotene?
  10. Können sexuelle Vorlieben sich im Laufe des Lebens verändern?

8. Selbstbefriedigung und Pornografie

  1. Ist Selbstbefriedigung in einer Beziehung normal?
  2. Warum befriedigt sich mein Partner selbst, obwohl wir Sex haben könnten?
  3. Ist Selbstbefriedigung eine Form von Untreue?
  4. Warum schaut mein Partner Pornos?
  5. Ist Pornokonsum in einer Partnerschaft normal?
  6. Kann Pornografie die sexuelle Lust auf den eigenen Partner verändern?
  7. Warum vergleiche ich unser Sexualleben mit dem, was ich in Pornos sehe?
  8. Ist es problematisch, wenn mein Partner häufiger Pornos schaut als wir miteinander schlafen?
  9. Wo beginnt beim Pornokonsum eine Grenzüberschreitung?
  10. Muss man in einer Beziehung alles über die eigene Sexualität miteinander teilen?

9. Sexualität in langjährigen Beziehungen

  1. Warum verschwindet die Leidenschaft nach einigen Jahren?
  2. Ist es normal, den eigenen Partner irgendwann nicht mehr aufregend zu finden?
  3. Kann man sich nach zwanzig Jahren Beziehung wieder ineinander verlieben?
  4. Warum ist der Sex mit meinem Partner langweilig geworden?
  5. Warum fühlt sich Sex manchmal wie eine Routine an?
  6. Kann man Leidenschaft bewusst wiederbeleben?
  7. Wie viel Abwechslung braucht eine langfristig erfüllende Sexualität?
  8. Warum ist die sexuelle Anziehung zu fremden Menschen manchmal größer als zum eigenen Partner?
  9. Kann man glücklich verheiratet sein und trotzdem sexuell unzufrieden?
  10. Warum fällt es uns schwer, über unser eingeschlafenes Sexualleben zu sprechen?

10. Sex, Elternschaft und Lebensphasen

  1. Ist es normal, nach der Geburt eines Kindes keine Lust mehr auf Sex zu haben?
  2. Warum verändert sich das Sexualleben, wenn man Eltern wird?
  3. Wie finden Eltern wieder Zeit für körperliche Nähe?
  4. Warum empfinde ich meinen Partner inzwischen mehr als Mitbewohner oder Elternteil?
  5. Wie beeinflussen Stress und Erschöpfung das sexuelle Verlangen?
  6. Verändert sich die Sexualität während der Wechseljahre?
  7. Kann man auch mit sechzig, siebzig oder achtzig noch guten Sex haben?
  8. Warum verändert sich mein sexuelles Empfinden mit zunehmendem Alter?
  9. Wie verändert sich Sex durch Krankheit oder Medikamente?
  10. Können Paare nach einer langen sexuellen Pause wieder zueinanderfinden?

11. Sexuelle Funktionsstörungen und körperliche Beschwerden

  1. Warum habe ich Schmerzen beim Sex?
  2. Warum bekomme oder halte ich keine Erektion?
  3. Warum komme ich zu früh?
  4. Warum komme ich trotz Erregung nicht zum Orgasmus?
  5. Warum werde ich beim Sex nicht ausreichend feucht?
  6. Warum habe ich Angst vor dem Eindringen?
  7. Warum verliere ich während des Geschlechtsverkehrs plötzlich die Erregung?
  8. Können sexuelle Schwierigkeiten psychische Ursachen haben?
  9. Warum funktioniert Sex allein, aber nicht mit meinem Partner?
  10. Wann ist eine sexuelle Schwierigkeit tatsächlich eine behandlungsbedürftige Störung?

12. Sexualität, Treue und Eifersucht

  1. Ist es normal, andere Menschen sexuell attraktiv zu finden?
  2. Ist eine sexuelle Fantasie über jemand anderen schon Untreue?
  3. Wo beginnt Fremdgehen?
  4. Kann man jemanden lieben und trotzdem fremdgehen?
  5. Warum habe ich Lust auf andere Menschen, obwohl meine Beziehung glücklich ist?
  6. Ist eine offene Beziehung eine Lösung bei unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen?
  7. Kann eine Affäre das Ende einer Beziehung bedeuten?
  8. Kann die sexuelle Anziehung nach einem Seitensprung wieder entstehen?
  9. Warum macht mich der Gedanke eifersüchtig, dass mein Partner andere Menschen begehrt?
  10. Kann man sexuelle Treue erwarten, wenn man selbst keinen Sex mehr möchte?

13. Kommunikation, Scham und sexuelle Grenzen

  1. Warum fällt es mir so schwer, über Sex zu sprechen?
  2. Wie sage ich meinem Partner, dass ich mit unserem Sex unzufrieden bin?
  3. Warum schäme ich mich für meine sexuellen Wünsche?
  4. Muss man in einer Beziehung jederzeit über Sex sprechen können?
  5. Wie sage ich Nein, ohne meinen Partner zu verletzen?
  6. Warum fühle ich mich schuldig, wenn ich Sex ablehne?
  7. Wie spreche ich an, dass mir bestimmte Berührungen nicht gefallen?
  8. Warum habe ich Angst, beim Sex etwas falsch zu machen?
  9. Muss ich meinem Partner sagen, wenn ich einen Orgasmus vorgetäuscht habe?
  10. Wie kann man über sexuelle Probleme sprechen, ohne dass daraus ein Streit entsteht?

14. Das erste Mal, sexuelle Entwicklung und Identität

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste Mal?
  2. Ist es normal, mit achtzehn oder zwanzig noch keinen Sex gehabt zu haben?
  3. Tut das erste Mal weh?
  4. Muss man beim ersten Mal schon wissen, was man tut?
  5. Wie finde ich heraus, was mir sexuell gefällt?
  6. Ist es normal, sich der eigenen sexuellen Orientierung unsicher zu sein?
  7. Woher weiß ich, ob ich verliebt bin oder jemanden nur sexuell attraktiv finde?
  8. Was bedeutet es, wenn ich mich sexuell zu unterschiedlichen Geschlechtern hingezogen fühle?
  9. Wie erkenne ich, ob ich wirklich bereit für Sex bin?
  10. Wie gehe ich damit um, wenn mein Partner mehr sexuelle Erfahrung hat als ich?

15. Sexuelle Praktiken, Verhütung und Gesundheit

  1. Welche Sexstellungen sind besonders angenehm?
  2. Ist Oralsex in einer Beziehung selbstverständlich?
  3. Muss man beim Sex bestimmte Praktiken ausprobieren?
  4. Kann man beim Sex schwanger werden, obwohl man verhütet?
  5. Welche Verhütung passt zu uns?
  6. Wie schützt man sich vor sexuell übertragbaren Infektionen?
  7. Ist Sex während der Menstruation normal?
  8. Was ist zu beachten, wenn Sex unangenehm oder schmerzhaft wird?
  9. Wie viel Hygiene ist vor und nach dem Sex sinnvoll?
  10. Wie spricht man mit einem neuen Partner über Verhütung und sexuelle Gesundheit?

16. Neuere Fragen aus der digitalen Sexualkultur

  1. Ist Sexting schon Fremdgehen?
  2. Warum schaut mein Partner erotische Inhalte von Menschen, die er persönlich kennt?
  3. Ist ein OnlyFans-Abonnement in einer Beziehung ein Vertrauensbruch?
  4. Wie beeinflussen Dating-Apps die sexuelle Zufriedenheit?
  5. Warum vergleiche ich mein Sexualleben ständig mit dem anderer Menschen?
  6. Sind die sexuellen Erwartungen durch Pornografie unrealistisch geworden?
  7. Muss ich meinem Partner Zugang zu meinen digitalen Kontakten geben?
  8. Kann eine rein digitale sexuelle Beziehung eine Affäre sein?
  9. Wie verändert Social Media unser Bild von Attraktivität?
  10. Warum habe ich das Gefühl, sexuell mehr erleben zu müssen?