Die Einzeltherapie stellt wohl das den meisten bekannte psychotherapeutische Standardsetting dar, also jene äußere Gegebenheit, in der Klientinnen und Klienten und Therapeutinnen und Therapeuten miteinander arbeiten. Neben dieser äußeren Form, kommt einem Setting jedoch auch ein gewisser Wirkfaktor zu, der beachtet werden muss und durch den sich beispielsweise spezifische Mechanismen manifestieren können.
Das ist auch der Grund, warum eine Einzeltherapie nicht in jedem Fall die optimale therapeutische Form ist. Entgegen der Annahme, dass die Einzeltherapie das effektivste und intensivste Verfahren darstellt, ist sie lediglich eines der möglichen Settings. Für viele Klientinnen und Klienten und in einer Vielzahl von Schwierigkeiten gibt es deutlich wirksamere Ansätze – wie z. B. die Gruppentherapie oder auch unsere Paartherapie (zwei therapeutische Experten).